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"Büchereien sind ganz besondere Orte"

Bedburg ist die einzige Stadt im Erftkreis, die keine eigene Stadtbücherei hat. Mittlerweile haben sich die neun bestehenden Stadtbüchereien des Rhein-Erftkreis in eine Online-Bibliothek unter www.erftbib.de zusammengeschlossen. Für Jedermann ersichtlicht, ist Bedburg nicht dabei.

Wenn es um die am stärksten genutzten Kultur- und Bildungseinrichtungen in Deutschland geht, hat sich die Stadt Bedburg bisher erfolgreich zurückgehalten. Die Einrichtung einer öffentlichen Bücherei ist zwar nicht gesetzlich vorgeschrieben, aber eine soziale Verpflichtung besteht nichtsdestotrotz. Überlegt man, dass Bedburg als einzige Kommune im Kreis keine öffentliche Bücherei betreibt, so ist dies eigentlich eine große Schande, denn eine Bücherei erfüllt viele Aufgaben. In erster Linie führt sie unsere Kinder in Kooperation mit Kindergärten und Schulen an das Medium Buch heran. Dies ist gerade wichtig für Kinder aus bildungsfremden Familien. Darüber hinaus könnten über eine Bücherei viele Veranstaltungen für Kinder und Erwachsene organisiert und durchgeführt werden.

Büchereien sind eine Begegnungsstätten für Jung und Alt am Ort und fördern durch gezielte Bücherangebote und Veranstaltungen die Integration unserer ausländischen Mitbürger(innen). Sie sind für unsere Bürger(innen) ein kostengünstiges Angebot an Kultur und Bildung und damit, wie das Angebot an Schulen vor Ort ein Aushängeschild für unsere Stadt.

 

„…Die Chance zur kulturellen Teilhabe, das heißt, der Zugang zu Kunst und Kultur, zur Geschichte und zu wissenschaftlichem Denken, ist das Recht eines jeden Heranwachsenden. Neben den Schulen sind die öffentlichen Bibliotheken entscheidende Bildungsorte. Entsprechend müssen wir sie ausstatten - und entsprechend müssen sie in der Lage sein, Freude und Lust an der Kultur, am Wissen, am Lernen zu vermitteln….“ Opens external link in new window(1)

 

Bisher haben diesen Bedarf im Stadtgebiet Bedburg, die vier öffentlichen katholischen Büchereien gedeckt. Diese werden zur Zeit auch durch die Stadt bezuschusst. Allerdings ist allein schon an der geringen Medienanzahl abzulesen, dass die katholischen Büchereien dem vollen Anspruch nicht gerecht werden können. Darüber hinaus kann die bisherige Situation keinesfalls als ausreichende Kooperation bzw. Zuwendung gesehen werden. Dafür ist die Unterstützung und zusammenarbeit zu gering.

Aus diesem Grund halten wir es für notwendig, dass die Stadt Bedburg ihrer sozialen Verpflichtung zum Angebot einer Stadtbücherei nachkommt. Es ist zu prüfen, ob eine Stadtbücherei in Kooperation mit der Kirche auf Grundlage der bestehenden öffentl. kath. Büchereien verwirklicht werden kann (wie dies in Kerpen der Fall ist) oder ob unabhängig hiervon eine Stadtbücherei eingerichtet werden sollte.

In jedem Fall wäre eine schöne, große und offene Bücherei eine Bereicherung für Bedburg.

 

 

Opens external link in new window(1) Festrede von Bundespräsident Horst Köhler anlässlich des Festaktes zur Wiedereröffnung der Herzogin Anna Amalia Bibliothek

 

 



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