100 Jahre Frauentag

Kurzwahlprogramm 2009-2014

Kurzwahlprogramm von den Grünen OV Bedburg

VISIONEN HABEN – ZIELE SCHAFFEN!

VISIONEN HABEN � ZIELE SCHAFFEN!

Power-to-Gas – Wie aus einer guten Sache ein schmutziges Geschäft wird.

Anmerkung zum Artikel "Überschüssiger Strom wird zu Gas" aus dem KStA vom 12. März 2013

Da Wind- und Solarstrom nicht auf Knopfdruck funktionieren und großen  Schwankungen ausgesetzt sind ist der Weg über Power-to-Gas ein zukunftsweisender.

Die Versuchsanlage von RWE in Bergheim-Niederaußem wäre ein gutes Beispiel, wenn nicht Kohlestrom zur Gewinnung von Wasserstoff genutzt würde und die größte Augenwischerei die dort betrieben wird ist die Methaniesierung des Wasserstoffes mit hilfe des Kohlendioxids der Kohlekraftwerke.

Hier wird versucht den Kohlekraftwerken ein sauberes Image zu verpassen, zu Lasten der Erdgasverbraucher.
Denn dort wird das kurzfristig als saubere Energie gebundende Kohlendioxid in die Umwelt wieder abgegeben.

Die Methaniesierung von Wasserstoff funktioniert auch mit CO2 neutralen Prozessen.
Die sind aber für RWE nicht Interessant!

Da in den letzten Monaten, die Aktualisierung hier nicht so klappt, wie ich mir das vorstelle. Und ein Gedankenaustausch auf Facebook einfacher und besser läuft.

 

Sind nun auch die Bedburger Grünen bei Facebook vertreten.

 

Hier auf den Seiten, werden weiter längere Texte und Dokumente hinterlegt und auf Facebook-Seiten findet Ihr mehr Stellungsnahmen zu aktuellen Themen in Bedburg.

 

Grüne Grüße aus Blerichen

Michael Zöphel

SCHUELER-MACHEN-SCHULE.DE – Einführung einer Sekundarschule in Bedburg

"Mittlere Reife" der Mittwochfilm bei ARD
Isabel, Kathi, Tim, Kausti und Alexander kommen aus ganz unterschiedlichen Familien. © by ARD
von Michael Zöphel, 20. September 2012

Im Mittwochsfilm "Mittlere Reife" (in der Mediathek anschauen) bei ARD, war am 19. September 2012 ein sehr schön gemachter Film über die Problematik von Haupt- und Realschule zu sehen.

Zu dem Film gibt es noch eine passende Website www.schueler-machen-schule.de Hier kann mit diskutiert und auch mal ein Stück weitergedacht werden.

 

Für mich war dies genug Stoff um über die Einführung einer Sekundarschule in Bedburg noch mal nachzudenken und zu Hinterfragen ob dies der richtige Weg für Bedburg ist?

 

Die Einführung einer Sekundarschule soll beim nächsten Anmeldeverfahren bei den Eltern abgefragt werden. Hier stellt sich die Frage, ist dies der Richtige Weg?
Oder sollte hier nicht besser die 16–18 jährigen Schülerinnen und Schüler unseres Schulzentrum befragt werden, was Sie davon halten. Sie sind doch diejenigen die sich täglich mit dem Thema Schule und überforderten Lehrerinnen und Lehrer herumschlagen müssen.

 

Ich würde mich freuen, wenn sich viele Schülerinnen und Schüler vom Schulzentrum Bedburg melden und Ihre Meinung zur Einführung einer Sekundarstufe in Bedburg sagen würden.

Euer Kommentar zur Sekundarschule in Bedburg

Schwarz-Gelb erklärt Ende der Energiewende

Zur Energiepolitik der Bundesregierung erklärt Cem Özdemir, Bundesvorsitzender von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN:


„Mit Philipp Rösler und Peter Altmaier haben innerhalb weniger Stunden die beiden zuständigen Fachminister eingestanden, dass die schwarz-gelbe Koalition die Energiewende gegen die Wand gefahren hat. Selbst gesteckte Ziele werden in Frage gestellt, teilweise öffentlich aufgegeben. Dies ist die Konsequenz aus einer einjährigen Mischung aus Inkompetenz und bewusster Sabotage in den Reihen von CDU/CSU und FDP. So konnte die Abwicklung der deutschen Solarbranche nur auf Druck von Grünen und SPD im Bundesrat abgewendet werden. Der Netzausbau hat dank Schwarz-Gelb noch nicht einmal begonnen. Auf europäischer Ebene hat die deutsche Regierung einsam über Monate hinweg die EU-Effizienzrichtlinie bekämpft.


Statt ihre Arbeit zu machen und die den Bürgern und Unternehmen gegebenen Versprechen einzuhalten, versuchen die Minister Altmaier und Rösler nun vergeblich abzulenken, indem sie mit einer angeblich wachsenden sozialen Spaltung durch steigende Energiekosten argumentieren. Die nüchternen Zahlen sprechen gegen sie: Die Strompreiserhöhungen sind primär nicht mit dem Umstieg auf die Erneuerbaren Energien zu erklären, sondern mit einem noch immer fehlenden, ausreichenden Wettbewerb in Deutschland. Wenn Energieversorger ihre Preise erhöhen, dann fehlt die dafür nötige Rechtfertigung, denn an der Strombörse gab es in den letzten Monaten keine Preisexplosion, auch wirken gerade die Erneuerbaren Energien oft kostendämpfend wie im Falle der Solarenergie, die zu den Mittagsstunden mit ihrem hohen Nachfragebedarf auch die höchste Stromproduktion erbringen.


Auch trägt die schwarz-gelbe Bundesregierung alleine die Verantwortung dafür, dass immer mehr Großunternehmen von der Ökostromumlage befreit werden und Privathaushalte sowie kleine und mittelständische Unternehmen diese Kosten zusätzlich schultern müssen.


Es passt ins Bild, dass im selben Moment, in dem die zuständigen Minister das eigene Versagen bei der Energiewende verkünden, die Bundeskanzlerin von einem neuen, ambitionierten, verbindlichen Klimaschutzabkommen spricht. Würde Ankündigungspolitik à la Merkel CO2-Emissionen reduzieren, hätte Deutschland seine Einsparziele schon längst übererfüllt.“

 
 
 
 

Der erste Schritt ist getan!

Ob das Ziel zu ehrgeizig ist, wird sich zeigen, nicht umsonst hat Bündnis90 / Die Grünen für eine Umsetzung bis zum Jahr 2020 vorgeschlagen. Das ehrgeizige Ziel der SPD mag zwar lobenswert sein aber in drei Jahren auf einen ausgeglichenen Haushalt zu kommen und noch Nichtmal für 2012 eine einzige Einsparmaßnahme vorschlagen, sollte die Bürgerschaft zu Denken geben. Auch wenn der Bürgermeister der Auffassung ist, etwas Gutes auf den Weg gebracht zu haben, das alle Fraktionen dem Ziel bis 2015 einen ausgeglichenen Haushalt zu schaffen, bleibt immer die Frage des „WIE SOLL DAS GEHEN!“

 

Die SPD hat für sich als Lösungsansatz die Grundsteuer B entdeckt von 435 (2011) auf 475 (2012) und es geht weiter mit 550 (2013), 600 (2014) und 650 (2015). Hierbei sollte allen bewusst sein, dass damit das Defizit nicht ausgeglichen ist. Es müssen in den Jahren gleichzeitig jeweils 1,2 Mio. (2013), 1,8 Mio. (2014) und 1 Mio. (2015) eingespart werden. Sollte dies nicht geschafft werden müsste laut Beschluss die Grundsteuer B noch weiter erhöht werden um einen ausgeglichenen Haushalt bis 2015 zu schaffen. Dann werden Sie mit 650 Punkten bei der Grundsteuer B nicht hinkommen. Bei vorsichtigen Schätzungen liegen Sie dann schnell bei über 1.000 Punkten bei der Grundsteuer B und das ist Wahnsinn auf Raten.

 

Ein ausgeglichener Haushalt bedeutet aber nicht, dass Generationengerechtigkeit geschaffen wird, weil das Geld was in den letzten zehn Jahren ausgegeben wurde, ist damit noch lange nicht wieder zurück. Laufende Kredite sind ebenfalls dadurch nicht abgebaut und hier liegt ein größeres Risiko für die Stadt, bei Zinserhöhungen um ein halbes Prozent macht es direkt Millionen an Mehrkosten für Stadt aus.

 

Von politischer Ehrlichkeit wurde am Dienstag im HFA des öfteren gesprochen, nur der Zeitpunkt ab wann dies in die Praxis umgesetzt wird wurde nicht mitgeteilt. Sollange nicht konkrete Einsparmaßnahmen von allen Parteien auf dem Tisch liegen und das für die nächsten Jahre sind alle Fraktionen am Dienstag weit übers Ziel geschossen. Denn die politische Ehrlichkeit hört meist bei den nichtöffentlichen Sitzungsteilen auf, denn dort werden dann mal eben 6-stellige Mehrausgaben beschlossen, statt Einsparungen. Herr Köhlen von der FWG hat für mich, damit in jeglicher Art der politischen Verantwortung versagt.

 

Schauen wir mal, inwieweit es noch ein Arbeitskreis vor der Ratssitzung gibt, der versucht Einsparmaßnahmen für 2012 auf den Tisch zu legen, um die 11,3 Mio. Defizit etwas zu mindern und etwas Spielraum für die nächsten Jahre schafft.

 

Bündnis90 / Die Grünen hat mit seinem Antrag zur Einführung von elektronischen Sitzungsunterlagen einen ersten Ansatz gezeigt wie bis zu 100.000,00 Euro pro Jahr an Material-, Porto-, Maschinen- und Personalkosten eingespart werden kann. Und nebenbei Tonnen von Papier einspart. Hier wird aber von der Verwaltung direkt auf die Bremse getreten, eine personelle Umstrukturierung wäre so einfach nicht machbar. Hier ist auch die Verwaltung gefordert, sich bei solchen Fällen flexibel zu erweisen.

 

Ein Testlauf wie in Elsdorf wird hoffentlich die Verwaltung und die Ratsmitglieder überzeugen, dass wir ab 2013 auf elektronische Sitzungsunterlagen umstellen können.

 

Am Dienstag, 14. Februar 2012 ist die Ratsitzung wo der Haushalt 2012 verabschiedet werden soll. Die Büttenreden der Fraktionen sind schon sicher.

Interessierte Bürgerinnen und Bürger sollten bei der Ratssitzung vorbeischauen.

Grüner auf Guttenbergs Spuren!

(Der Titel ist aus der Kölnische Rundschau von Achim Graf)

 

Nun, es ist weder eine Doktorarbeit, noch ein ausgearbeitetes Leitbild für Bedburg - lediglich ein Arbeitspapier welches Anregungen geben sollte wie ein Leitbild für Bedburg bis 2020 aussehen kann. Mit dem Leitbild 2020 gekoppelt, sollte der Haushalt der Stadt Bedburg sein und es ist schon ein ziemlicher Kraftakt bis dahin einen schuldenfreien, ausgeglichenen und generationengerechten Haushalt hinzubekommen. 

 

Das eine weitere Erarbeitung eines Leitbildes Anfang des Jahres einstimmig beschlossen wurde, wunderte mich schon, aber wie sich jetzt abzeichnet auch wieder nicht. FWG und SPD fangen mal wieder an zurückzurudern, weil Sie keine Ideen haben bzw. kein Interesse an Generationengerechtigkeit! Für die FWG ist das Papier worauf ein Leitbild 2020 geschrieben wird, schon nichts Wert. Und die SPD, die damals schon einem Leitbild nicht zugestimmt hat, versucht nun die Leitbilddiskussion ins lächerliche zu ziehen. Um die eigene Ideenlosigkeit zu kaschieren?

 

Hätte Frau Steinhäuser Ihren Mann bezüglich des Leitbildes gefragt, hätte dieser Ihr die Arbeit mit der Internetrecherche ersparen können. Im Gegensatz zu Frau Steinhäuser, hat Herr Steinhäuser nach einer Sitzung im Frühjahr vor dem Rathaus in Kaster mit mir über Leitbilder unterhalten. Dort erzählte ich Ihm den Werdegang der Leitbild-Initative und woher die Ideen dazu stammen.

 

Das Frau Steinhäuser über www.poliplag.de (hier gelangen Sie auf eine Passwortgeschütze Seite) erst festgestellt hat, dass dies eine fast 1:1 Übernahme von Morsbach ist interessant. 

 

Wir dürfen gespannt sein, wenn der erste Arbeitskreis Leitbild Bedburg tagen wird, mit welchen Arbeitspapieren und Vorschlägen die SPD (hier insbesondere Frau Steinhäuser und Herrn van den Berg) uns bereichern werden. Hoffentlich halten diese eine Prüfung im Internet stand! Denn die Messlatte der Taten hat Frau Steinhäuser mit Ihrer Aktion festgelegt.

 

Grüne Grüße
M. Zöphel

Haushalt der Stadt Bedburg 2011 – Leitbild „Bedburg 2020 – Für eine generationengerechte Zukunft“

Bei der 7. Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses vom 05. April 2011 wurde recht schnell klar in welche Richtung der Haushalt 2011 beschlossen werden sollte. 

 

Auf Nachfrage von Bündnis 90/Die Grünen wurde von Seiten des Stadtkämmeres Herrn Baum bei dem diesjährigen Haushaltsentwurf bei jedem Produkt der Bindungsgrad wie folgt mit angegeben:

  • Nach Art und Umfang gesetzlich bestimmt.

  • Nach Art gesetzlich bestimmt. Umfang kommunal disponibel, jedoch vertraglich festgelegt.

  • Nach Art gesetzlich bestimmt. Umfang kommunal disponibel.

  • Nach Art und Umfang kommunal disponibel, jedoch vertraglich festgelegt.

  • Nach Art und Umfang kommunal disponibel.

 

 

Hierdurch war allen Parteien klar ersichtlich, wo ein Rotstift angelegt werden kann und wo nicht.

 

Da die Stadtverwaltung schon selber versucht hat in allen Fachbereichen eine Einsparung von 25% vorzunehmen, ist halt für die Politik es recht schwer eigene Sparvorschläge noch zusätzlich zu unterbreiten, ohne eine Pestliste in die Welt zu rufen.

 

Da der Haushaltsentwurf vorsieht bis 2014 30% des Grundvermögens der Stadt Bedburg aufzubrachen, bis heute schon 10 Mio. Euro aufgebraucht wurden und in den nächsten 3 Jahren dann nochmal min. 20 Mio. Euro (vorausgesetzt die Zinsen steigen nicht) aufgebraucht werden, sind wir nun an einem Punkt angekommen wo Bündnis 90/Die Grünen die Notbremse zieht und den finanziellen Wahnsinn nicht mehr mitmacht. 

 

Hier ist nicht nur die Stadtverwaltung (die Ihre Hausaufgaben dieses Jahr sehr gut gemacht haben) sondern vielmehr die Politik gefordert, sich zusammenzusetzen und Lösungen zu finden wie man einen Generationengerechten Haushalt auf die Beine stellt.

 

Weil das Trauerspiel welches SPD und FWG gestern wieder an den Tag gelegt hat, macht wieder sehr deutlich das von deren Seite recht wenig Verantwortung für Ihr tun und handeln zu erwarten ist.

 

Deswegen hat Bündnis 90/Die Grünen eine Antrag auf ein Leitbild „Bedburg 2020 – Für eine generationengerechte Zukunft“ gestellt, der Mehrheitlich zugestimmt wurde.

 

Die Ziele die bis 2020 in einem solchen Leitbild angestrebt werden, müssen auch erreichbar sein.  

 

Über eine sogenannte „Steuerung“ der kommunalen Entwicklung werden Ziele und Kennzahlen festgesetzt. Dazu ist ein kennzahlenorientiertes Steuerungs- und Berichtssystem aufzubauen. Dieses bildet auch die Basis für die zukünftige Zusammenarbeit zwischen Stadtrat und Verwaltung. 

 

Grundlage für eine erfolgreiche Steuerung der Stadt Bedburg ist, dass die Ziele und Strategien zur mittel- bis langfristigen Ausrichtung der Stadt bekannt und dokumentiert sind. Dazu sollte die Führungsspitze der Stadt Bedburg mit den Fraktionspitzen ein Leitbild erarbeiten. Unter dem Motto „Bedburg 2020 – Für eine generationengerechte Zukunft“ würde die langfristige Ausrichtung der Stadt Bedburg beschrieben. Folgende Kernfragen sollten bei der Entwicklung des Leitbildes im Vordergrund stehen: 

„Wo wollen wir hin?“ (Vision = Langfristige Ziele) 

„Wie kommen wir dahin?“ (Strategie)

„Woran machen wir die Zielerreichung fest?“ (Kennzahl / Messgröße)

Welche Rahmenbedingungen und Restriktionen müssen wir beachten?

Das Leitbild liefert ein konkretes Bild einer generationengerechten Zukunft der Stadt Bedburg. Die Schwerpunkte der Entwicklung werden festgelegt und priorisiert. Damit ist sichergestellt, dass alle zukünftigen Ziel- und Strategieplanungen in einem gemeinsamen Zielkorridor erfolgen. 

 

Die weitere Detaillierung der Visionsziele in operative Jahresziele und die Umsetzung der Strategien in konkrete Maßnahmen erfolgen in einer Planungsrunde. Dabei werden zunächst die strategischen Eckdaten für das Jahr mit der Politik abgestimmt. Anschließend werden auf dieser Basis die operativen Maßnahmen in den Fachbereichen geplant und budgetiert. Die Ergebnisse fließen in den Haushaltsplan ein.

 

Ein weiterer Schritt dahin ist ein Doppelhaushalt für 2012/2013, um sich selber klar zu machen, das wir hier nicht bei einem Wunschkonzert sind, wo sich Ortsbürgermeister wünsche erfüllen können.

 

Als PDF-Datei können Sie sich hier einen Entwurf für ein Leitbild „Bedburg 2020  – Für eine generationengerechte Zukunft“ herunterladen.  Das Orginal finden Sie hier.
Ich würde mich freuen wenn Sie mir Anregungen und Kritiken zu diesem Entwurf zukommen lassen würden die vielleicht mit einfließen können.

 

Grüne Grüße

Michael Zöphel

Reaktorschnellabschaltung im Atomkraftwerk Isar-1 – Kühlwasserpegel in Reaktordruckbehälter sank

Anti-Atomkraft-Logo von Ralph du Carrois

Dass die deutsche Atomindustrie ihre Anlagen noch nicht einmal beim Abschalten im Griff hat, demonstrierte E.On beim Herunterfahren des bayerischen Atomkraftwerks Isar-1. Am vergangenen Donnerstag (17. März) kam es offenbar gegen 16 Uhr beim Abschalten des Atommeilers zu einem Absinken des Kühlwasserpegels im Reaktordruckbehälter. Das löste ein Reaktorschutzsignal aus, infolge dessen kam es zu einer Reaktorschnellabschaltung.

"Obwohl das Vorkommnis schon mehrere Tage zurückliegt, beschränkt sich E.On auf eine dürre Pressemitteilung. Die Ursache für den Füllstandsabfall im Kern wird bislang verschwiegen", kritisiert Henrik Paulitz von der atomkritischen Ärzteorganisation IPPNW. "Dabei hat die Öffentlichkeit einen Anspruch darauf, umgehend zu erfahren, warum Atomkraftwerksbetreiber in Deutschland noch nicht einmal dazu in der Lage sind, ein Atomkraftwerk stillzulegen, ohne den Reaktorschutz auszulösen und ein Sicherheitssystem in Anspruch zu nehmen."

Unabhängig davon, dass die Anlage auslegungsgemäß reagiert haben soll, ist dieses Vorkommnis für die IPPNW ein weiterer Beleg dafür, dass man diese Risikotechnologie nicht vollständig in den Griff bekommt. Isar-1 muss allein deswegen dauerhaft stillgelegt werden, weil sich das Brennelement-Lagerbecken außerhalb des Sicherheitsbehälters befindet.

Hintergrund:
Isar-1 gehört neben den Anlagen Philippsburg-1, Brunsbüttel und Krümmel zu den Siedewasserreaktoren der Baulinie 69.
Die Kernnotkühlung im Hochdruckbereich besteht bei diesen Anlagen aus nur zwei einsträngigen Systemen. Bei Kühlmittelverluststörfällen (Leck-Störfällen) kann aufgrund der unterschiedlichen Förderleistung beider Systeme offenbar nur das eine der beiden Systeme den Reaktorkern ausreichend kühlen.

Der Reaktordruckbehälter dieser Atommeiler ist eine gefährliche Fehlkonstruktion. In Österreich wurde bei einem baugleichen Atomkraftwerk moniert, dass noch nicht einmal den Vorschriften der "Dampfkesselverordnung" entsprochen wurde. Ein "Schwachstellenbericht" vom Oktober 2010 im Auftrag dreier österreichischer Landesregierungen vom Oktober 2010 bestätigt, dass an der kritischen Bodenschweißnaht des Reaktordruckbehälters Spannungen auftreten können, die mit 326 Newton/mm2 den genehmigten und zulässigen Wert von 177 N/mm2 weit überschreiten. Schon im Normalbetrieb können gefährliche Ermüdungsrisse entstehen, ohne dass dies durch Prüfungen vorhersehbar wäre.

Käme es in Isar-1, Philippsburg-1, Brunsbüttel oder Krümmel auf diese Weise zu einem Leck direkt am Reaktordruckbehälter, dann stünde die Kühlfähigkeit des Reaktorkerns grundsätzlich in Frage.

Eine Studie der Gesellschaft für Reaktorsicherheit (GRS) von 2006 kam zum Ergebnis, dass die Kernschmelzfestigkeit von Isar-1, Philippsburg-1 und Brunsbüttel katastrophal schlecht ist. In mehr als 50 Prozent der Kernschmelz-Fälle ist mit einer sehr großen und frühzeitigen Freisetzung von Radioaktivität zu rechnen, weil es bei einem Versagen des Reaktordruckbehälters auch zum Versagen des Stahl-Containments im Bereich der Steuerstabantriebe kommt.

Die Folgen eines schweren Atomunfalls in Deutschland wären wegen der größeren Bevölkerungsdichte weitaus schlimmer als nach Tschernobyl.


Kontakt: Henrik Paulitz (Atomexperte), Tel. 0032-485-866 129
Angelika Wilmen (Pressesprecherin), Tel. 0162-205 79 43
Deutsche Sektion der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges, Ärzte in sozialer Verantwortung (IPPNW), Körtestr. 10, 10967 Berlin, www.ippnw.de, Email: ippnw@ippnw.de

23. Oktober 2010 – Spinnenkundlicher Spaziergang an den Bedburger Teichen

Dr. Martin Kreuls (zweiter von Links), Nicole Kolster (zweite von Rechts) und Michael Zoephel (Rechts)

10. Oktober 2010 – Vogelkundlicher Spaziergang an den Bedburger Teichen

Oliver Krischer, Nicole Kolster und Michael Zoephel



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Anträge für den Ausschuss Familien-, Bildungs- und Sozialausschuss am 06. Mai 2013

Anträge auf Erweiterung der ordnungsbehördlichen Verordnung von März 2001. Hier Erweiterung des § 5 Tiere.

Antrag Hundeführung und Verunreinigung

Antrag Katzenkastration

Eckdaten Doppelhaushalt 2013/14

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